Oxly Boote

Richtige Länge der Winterplane für Boote

1. Winterplane 2. Gestell für Winterplane
3. Richtige Länge der Winterplane 4. Winterplane richtig befestigen

2017 © Thomas Gade

Wenn Boote im Winter an Land stehen, liegen Planen darüber, um sie vor Wind und Wetter zu schützen. Man kann es übertreiben, indem Boote mit sehr großen Planen komplett eingepackt werden. Zu tief herunter hängende Planen erschweren Inspektionen und Ausbesserungen des Unterwasserbereiches. Es ist besser, wenn man die Plane dafür gar nicht erst abnehmen oder irgendwie hochklappen muss.

Fehler! Zu lange Winterplane


Boote unter Planen im Winterlager

Die Planen hängen zu weit herunter, um bequem an das Unterwasserschiff für Pflege, Instandhaltung und den Antifoulinganstrick zu kommen. Der tiefe Bereich muss gar nicht vor Witterungseinflüssen (Nässe / Schnee) geschützt werden.




Die Plane ragt zu tief herunter und erschwert in den Wochen vor dem Zuwasserlassen Arbeiten im Unterwasserbereich. Die meisten Bootseigner reinigen den Rumpf und streichen ihn mit Antifouling, der Bewuchs durch Algen und Muscheln vermeiden soll. Es ist lästig dazu eine Plane abnehmen zu müssen. Viel praktischer ist es, sie knapp unter der Deckskante enden zu lassen, um den unteren Bereich stets leicht zugänglich zu halten.

Eine zu große Plane hat den zusätzlichen Nachteil, schwerer und unhandlicher zu sein. Eine riesige Plane ist schwerer als eine kleinere bei gleicher Materialstärke. Ihre Handhabung kann eine einzelne Person überfordern. Nicht nur ihr Gewicht spielt eine Rolle, sondern auch die Größe. Schließlich zieht man sie selten bei Windstille auf. Im Gegenteil, im Herbst muss man mit kräftigem Wind rechnen, der die Plane zum Segel macht.

Sie sollte nur so groß sein wie nötig. Nicht vergessen sollte man zudem den ökologischen Aspekt. Die Planen sind nur einige Winter zu gebrauchen und anschließend Müll. Daher sind ausreichende Maße und eine pflegliche Behandlung angeraten.



Gute Länge für eine Winterplane. So bleibt der Rumpf für Ausbesserungen zugänglich. Der obere Teil ist gut mit Planen bedeckt. Damit kein kärftiger Wind in die Öffnung der weißen Plane drückt, wird sie so weit es geht mit einem Tau und den Ösen zusammengeschnürt.

Ideal sind zwei Planen über empfindlichen Bereichen des Bootes, insbesondere der Plicht. Mit zwei Planen bildet sich an der Innenseite der unteren Plane weniger oder gar kein Kondenswasser als nur mit einer. Daher wirken Entfeuchter im Inneren des Bootes besser als wenn immer wieder Kondenswasser von der Plane in das Boot tropft. Diesen Aspekt darf man nicht unterschätzen.

Bei dem Boot auf dem Bild ist das gut gelöst. Die offene Plicht des Kajütbootes ist mit einer passenden LKW-Plane abgedeckt. Darüber ist zeltartig ein Spitzdach aus einer festen Plane, die fast allen Regen von der darunterliegenden blauen LKW-Plane abhält. Die Öffnung des weißen Plane ist groß genug, um eine anständige Lüftung zu gewährleisten. Kondenswasser, das von der weißen Plane auf die blaue tropft trocknet tagsüber weg.

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3. Richtige Länge der Winterplane 4. Winterplane richtig befestigen


Kommentar:


Paul am 7. März 2017

Wir haben im ersten Jahr unser Boot eingepackt wie ein Kunstwerk von Christo, um bei den Arbeiten vor Beginn der Wassersportsaison ziemlich genervt festzustellen, das uns die weit nach unten hängende Plane ständig im Weg war. LG Paul