Potsdam, die Stadt der Schlösser, Seen und der Havel

Man könnte meinen, dass Potsdam es schwer hat, neben der angrenzenden Stadt Berlin attraktiv auf Touristen zu wirken. Doch wer die brandenburgische Hauptstadt kennt, wird diesen Gedanken rasch vergessen. Das Gegenteil ist der Fall. In Potsdam gibt es nicht nur in den Parks zahlreiche sehenwerte historische Schlösser und weitere Bauten, die selbst dickfälligen Kulturbanausen gefallen, sondern ausgedehnte Uferregionen entlang des Flusses Havel und Seen. Es gibt verschiedene Arten, sich Potsdam zu erschließen. Mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln gelangt man zum Schloss Sanssoucci im ausgedehnten Schlosspark mit weiteren interessanten Gebäuden und Kunstwerken. Dass unsere pfiffigen Vorfahren hier sogar Feigen wachsen lassen konnten, beweist die Terrassenanlage vor dem Schloss.

Feigen und Weinanbau vor dem Schloss Sanssoucci

Feigen und Weinanbau vor dem Schloss Sanssoucci

Im Neuen Garten ist das Schloss Cecilienhof zu sehen, in dem 1945 die Konferenz von Potsdam stattfand. Der Park Babelsberg ist hügelig und angenehm gestaltet. Auf der einen Seite entdeckt man das Gelände des Astrophysikalischen Instituts mit Kuppeln von Sternwarten. Havelseitig fällt der Blick auf die Glienicker Brücke, die ein Ende in Brandenburg und das andere in Berlin hat. Um diese Brücke ranken sich Legenden über den Austausch von Agenten zur Zeit des kalten Krieges und der Spaltung Deutschlands in Ost und West.  Heute ‚dient‘ die darunter fließende Havel den Fahrgastschiffen und Sportbooten als Ausflugsrevier und den Binnenschiffen als Weg in oder aus dem Teltowkanal. Wanderfaule können den ganzen Tag auf den Wiesen des Parks rumlümmeln und vor dort aus viel Sehenswertes beobachten, ohne einen Schritt zu tun. Ein kleines Fernglas nebst Verpflegung sollte man dabei haben. Keine Angst vor dem Einnicken; spätestens das laute Horn des alten Dampfschiffes ‚Gustav‘ der ‚Havel Dampfschiffahrt Potsdam‘ weckt die im Park Dösenden.

Blick vom Park Babelsberg auf die Havel und Glienicker Brücke

Blick vom Park Babelsberg auf die Havel und Glienicker Brücke

Spätestens beim Erreichen der russischen Kolonie Alexandrowa oder dem Krongut Bornstedt ist jedoch mit Gequängel seitens des Nachwuchses zu rechnen.  Barocke Kultur liegt (noch) nicht jedem.

Also geht man das anders an. Nämlich im eigenen oder gecharterten Boot auf dem Wasser. Vom Tretboot, einem führerscheinfreien motorisierten Floß mit Hütte, einem ‚richtigen‘ Motorboot bis hin zum kompletten Dampfer ist hier alles zu chartern und das ist mit Sicherheit nicht langweilig. Wir sind mehrmals im Motorboot auf dem Fluss Havel durch Potsdam geschippert. Hinter der berüchtigten Glienicker Brücke beginnt die Glienicker Lake, eine Verbreiterung der Havel mit Abzweig zum Griebnitzsee. Vor dem Park Babelsberg wird sie zum Tiefen See und schlängelt sich wieder als Havel durch die Stadt vorbei an extrem lässig wirkenden Ufergrundstücken mit kleinen Lauben, eigenen Slipanlagen und vielen Booten. Potsdam ist eine Wasserstadt, was erst vom Boot oder aus der Luft richtig erkennbar wird. Wir haben viele Bilder, die auf unseren Touren durch Potsdam enstanden sind, ins Netz gestellt.

Zum Bildarchiv Potsdam

Eine Antwort auf: Potsdam, die Stadt der Schlösser, Seen und der Havel

  • Ich war vor einiger Zeit zum ersten Mal in Potsdam. Wir haben einen Spaziergang durch den Schloßpark gemacht und es war wirklich sehr schön! Leider war das Ufer an vielen Stellen nicht zugänglich, aber ein Besuch lohnt trotzdem .-)

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