Von der Strömung fortgerissen – Schwimmer im Rhein

Beim Anblick des Ersten wollte ich einen Notruf auslösen. Es sah aus, als ob ein Schiffbrüchiger im Rhein bei Basel trieb, der sich an einem grellorangen Schwimmkörper festhielt. Doch die übrigen Passanten auf der Mittelbrücke gingen weiter.  Unmöglich konnte der von der Strömung mitgezogene Mann anderen nicht aufgefallen sein.

Rheinschwimmer in der Strömung

Rheinschwimmer in der Strömung

Doch dann erschienen die nächsten. Einzelne oder mehrere Personen in Gruppen ließen sich vom Fluss mitnehmen. Sie hatten wasserdichte Säcke dabei, in denen ihre Kleidung steckte und ausreichend Luft, um einen tragfähigen Schwimmkörper zu bilden. Die Schwimmer waren guter Dinge und lachten. Drei junge Damen trieben so in den Bereich einer Rheinfähre, die seilgeführt von der Strömung den Fluss durchquerte. Das ließ die Beteiligten kalt, auch wenn es riskant aussah.

Unkontrolliert knapp am Boot vorbei

Unkontrolliert knapp am Boot vorbei

Von der Brücke aus gesehen, sind die Schwimmer nur kleine Punkte im Wasser. Anders werden sie vom Steuerstand eines Bootes auch nicht aussehen.  Blaue Bojen markieren einen Bereich, in dem Wassersport betrieben werden kann. Große Schiffe haben hier nichts zu suchen.

Mitten im Fluss

Mitten im Fluss

Nahaufnahme mit dem Teleobjektiv. Die wasserdichten Kleidersäcke heißen ‚Wickelfisch‘ oder Schwimmsack.

Zwei Rheinschwimmer mit wasserdichtem Kleidersack

Zwei Rheinschwimmer mit wasserdichtem Kleidersack

Am Ufer sind Tafeln der Kantonspolizei Basel-Stadt zu sehen. Darauf sind blau markierte Schwimmzonen eingetragen. Die Hinweise ‚Brückenpfeiler meiden‘ und ‚Schiffe können nicht ausweichen‘ werden ihre Gründe haben. In der Strömung können die Schwimmer nicht gut ausweichen.

Tafel mit ausgewiesenen Schwimmzonen

Tafel mit ausgewiesenen Schwimmzonen

Tipp: Die wasserdichten Kleidersäcke, die von den Rheinschwimmern verwendet werden, sind für viele Bootsfahrer, die ein Stück vom Ufer entfernt ankern, hochinteressant. Sie klären bei warmen Wetter die Frage: „Wie kommen wir ohne Beiboot mit trockener Kleidung an Land?“   Solche Säcke sind üblicherweise recht teuer. In Basel bekommt man sie jedoch für ca. 25 Schweizer Franken an Kiosken am Rheinufer oder in Sprotgeschäften.  Man kann die Schwimmsäcke auch bei der SLRG Sektion Basel bestellen. Dort wird er auch City-Bag genannt.

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