Corona / Berlin: Bootfahren erlaubt ?

Nachtrag vom 4.4.2020:  Aus verschiedenen Vereinen erreichte uns die Nachricht, dass die Lockerung wieder einkassiert wurde. Auf der Webseite der Wasserschutzpolizei, wo der Link zum Download der PDF  vom 3.4.2020 zu finden war, ist er entfernt worden.  Die Polizei arbeitet wieder mit der vorherigen Beschränkung. Was steckt dahinter? Die Lage ist noch unklar.
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3. 3. 2020. Berliner Wassersportler können aufatmen. Heute hat sich nach einer erneuten Sitzung des Senats zur Corona-Krise die Lage für Bootsfahrer in Berlin verändert. Die Polizei teilte mit, dass die Sportboote trotz des Virus Covid-19 geslippt und gekrant werden können. Auch darf man sie im Rahmen des Individualsports nutzen. Das gilt sowohl für Wassersportvereine als auch für gewerbliche Stegvermieter. Die Corona-Vorschriften sind zu beachten, wie Abstand untereinander und Verbote von Zusammenkünften. Es bleibt zu hoffen, dass die Wassersportler besonnen und vernünftig mit dieser Lockerung umgehen, um keine Steilvorlagen für Rücknahmen zu bieten. So sind aktuell Gäste an Bord nicht zulässig, mit denen man nicht in einer Wohngemeinschaft lebt, weil die meisten Boote gar nicht den vorschriebenen Abstand von mindestens 1,5 Metern ermöglichen. Es ist deshalb wohl auch nicht zulässig, mit Mannschaften in Sport-Ruderbooten zu sitzen.

Boot fahren trotz Corona möglich

Auch das Herumlungern in Gruppen auf den Stegen setzt falsche Signale oder traditionell begründete Zusammenkünfte zum Start der Wassersportsaison. Die Marina ist kein Gelände, auf denen die Beschränkungen für Covid-19 nicht gelten. Ebenso dürfte gemeinsames Ankern mit mehreren aneinander gebundenen Booten aktuell wohl kaum durchgehen. Das jetzige Entgegenkommen ist kein Freischein für leichtfertiges Verhalten, das rasch unangenehme Folgen nach sich ziehen kann. Berlin verhängt bei Verstößen empfindliche Bußgelder.

Unklar ist die Situation zur Nutzung der Hafenstrukturen. Gastronomische Angebote in den Marinas sind von den gleichen Beschränkungen betroffen wie draußen. Gleiches gilt für Grillplätze. Sind die Toiletten zu nutzen? Sind in den Marinas Anwesenheitslisten zu führen? Einige Fragen bleiben offen, die von den generellen Corona-Beschränkungen nicht vollständig beantwortet werden. Weitere Veröffentlichungen der Polizei sind zu beachten.

Download:  PDF-Datei vom 3. 4. 2020 von der Berliner Polizei

5 Antworten auf: Corona / Berlin: Bootfahren erlaubt ?

  • Egon Mastbruch

    Super, ich dachte schon, die Bootssaison sei im Eimer.

  • Harry Schwarz

    Wenn, dann bundesweit einheitlich oder gar nicht. Denkt darüber nach Leute und lässt Euch nicht vera…….! Gruss an alle Wassersportfreunde

  • Sehr richtig. Die Vorgaben durch den Landessportbund in Berlin machen überhaupt keinen Sinn. Warum ist privates Slippen und Kranen ok und auch in den gewerblichen Häfen, nicht aber in den Wassersportvereinen? Deren Mitglieder schauen zu Ostern in die Röhre. Das Wassern muss ja nicht zum Volksfest mutieren. Zwei Leute reichen. Ich slippe auch alleine. Die Einhaltung der Abstände kann durch den Hafenwart organisiert werden. Der Landessportbund sollte hier mehr leisten. Angler mit einem Angelkahn oder einem kleinen Sportboot brauchen keinen Kran und betreiben auch keinen Gruppensport!

  • Frank Wasserfreund

    Es ist fraglich, ob die Entscheidung richtig ist, Wassersportfreunde, die in Sportvereinen organisiert sind, gegenüber denen in gewerblichen Marinas zu benachteiligen.

    Die Corona-Krise trifft uns alle gleich. Auch in den sonst so hoch gelobten Sportvereinen kann man alle Vorsichtsmaßnahmen treffen, die überall gelten. In erster Linie geht es jetzt nicht darum, große Events zu feiern, sondern die Boote vorzubereiten (Anstriche, Slipparbeiten). Enttäuschend ist an dieser Stelle auch der mangelnde Einfluss der Dachverbände ( z.b. MVB , DMYV ). Diese versuchen offenbar nicht, eine praktikable Lösung für die in ihren Vereinen organisierten Mitglieder zu realisieren. Stattdessen wiederholen sie immer nur die gleichen Warnungen, die vom Sportbund, dem Senat und der Regierung verbreitet werden. Genau wie in gewerblichen Marinas wären auch in den Vereinen einige unter verschärften Sicherheitsmaßnahmen auszuführende Arbeiten möglich.

  • Michael

    Das sehe ich ganz genau so. In Berlin darf man fahren und in Brandenburg z.B. nicht. Angeln, Paddel usw. schon. Geht von Seglern und Sportbootfahrern ein höheres Risiko aus?. Für mich nicht nachvollziehbar ist, warum es in Brandenburg so ein Problem ist die Beschränkung zu lockern.

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