Bootspflege. Antifouling bei niedrigen Temperaturen auftragen

Der verlängerte Winter hat viele Vorhaben und Pläne hinsichtlich der Pflege von Booten und weitere Arbeiten daran zunichte gemacht. Zahlreiche Marinas haben die Slip-und Krantermine um zwei Wochen verschoben. Dort, wo noch Eis auf dem Wasser ist, wollen viele Bootseigner ihre im Winter an Land stehenden Boote nicht einsetzen. Die Furcht vor Beschädigungen des Rumpfes durch die mechanische Belastungen beim Fahren durch dünnes Eis ist nachvollziehbar. Das Material des Rumpfes, insbesondere die wasserseitige Oberfläche, ist häufig nicht dafür gedacht. Aber irgendwann wird es wärmer und dann werden die Boote zu Wasser gelassen.  Davor möchten viele Booteigner noch einiges an ihren Wasserfahrzeugen machen.

Morgens Minusgrade

Morgens Minusgrade

Zu den Vorbereitungen der Saison, besonders bei Booten, die monatelang im Wasser bleiben, gehört das Auftragen von Antifouling auf die äußere Seite der im Wasser liegenden Rumpfpartie. Es be- oder verhindert den Bewuchs durch Algen und Muscheln. Je nach Untergrund, Gewässerverhältnissen, Fahrhäufigkeit und -geschwindigkeit gibt es unterschiedliche Produkte. Der Hersteller International bietet das in Bootskreisen bekannte VC 17m an, ein Dünnschicht Antifouling, welches auf fast allen üblichen Rumpfmaterialien außer Aluminium und verzinkten Oberflächen eingesetzt werden kann. Üblicherweise haben wir es mit GFK, Stahl und Holz zu tun. Der Hersteller gibt an, dass sich sein Produkt VC 17m für leichte bis mittlere Bewuchsverhältnisse eignet. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es sich bei langsam fahrenden Booten und solchen, die relativ selten bewegt werden, in Berliner Gewässern bewährt. Laut Hersteller ist es auch für schnelle Boote geeignet. Im Bauhaus gibt es ein ähnliches Produkt namens F18. Hempel bietet mit ‚Water Glide‘ Paroli und Yachtcare mit ‚Eco‘. Ein Blick in einen gut sortierten Ausrüsterkatalog für Boote und Reviere aller Art zeigt, dass es zahlreiche weitere Antifouling-Produkte gibt.

Antifouling auftragen

Antifouling auftragen

In den Berliner Marinas, in denen unser Boot untergebracht ist (war), geben die Skipper VC 17m und F18 den Vorzug.

Die aktuellen und anhaltenden Temperaturverhältnisse werfen in diesem Jahr die Frage auf, bei welchen Mindesttemperaturen das Antifouling aufgetragen werden kann. In der Produktbeschreibung von VC 17m gibt es Angaben zur Trocknungszeit vor dem zu Wasserlassen eines Bootes. Ob VC 17m bei 5 °C oder 35 °C aufgetragen wurde, ist egal. Die Mindesttrocknungszeit beträgt 20 Minuten. 5 °C sind ein ermutigender Wert, aber wie steht es mit 0 °C? Bei Nachtfrost und Tageshöchsttemperaturen um 4-5 °C wird der Rumpf, besonders auf der sonnenabgewandtem Seite tagsüber außen kaum wärmer als 0 °C.

Wir haben entsprechende Anfragen an die Hersteller geschickt. In der Antwort von International Farbenwerke GmbH heißt es:

„Zum Auftrag der Antifouling Farben werden mind. 5°C auf der Oberfläche benötigt. Diese Temperatur sollte optimalerweise, während des Überstreichintervalls gehalten werden.“

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