Trebelsee. Gänsejagd im Motorboot

Der Trebelsee ist eine Verbreiterung der Havel und liegt ganz in der Nähe von Ketzin. Der See gehört zum Landschaftsschutzgebiet ‚Ketziner Bruchlandschaft‘ mit einigen Inseln und bewaldeten Ufern. Die freie Fläche des Sees neben den großen Inseln misst ca. 2 km Länge und 1,5 km Breite. Landschaftsschutzgebiet klingt nach Natur- und Umweltschutz. Doch gibt es auf dem Trebelsee eine ausgewiesene Wasserskistrecke und auch außerhalb davon heizen einige Motorboote mit hohen Geschwindigkeiten über den See. Dazwischen sind schnelle Jetskis zu sehen.  Die auf der Havel zwischen Potsdam und Brandenburg üblichen 6 km/h scheinen auf dem engen Havelabschnitt zwischen der offenen Seefläche und  Ketzin, dem Dammgraben außer Kraft zu sein. Ein Jetski fährt Slalom, ein kleines Motorboot braust vorbei, selbst junge Burschen in einem Boot des DLRG ignorieren das Gebot in Gleitfahrt. Ihr Hin und Her macht klar, dass es kein Einsatz ist.

Trebelsee bei Ketzin

Trebelsee bei Ketzin

Die Fahrrinne im Trebelsee scheint aufgrund einer stillschweigenden Übereinkunft zumindest nicht nahe der gemütlich durch den See tuckernden Binnenschiffe und Wasserwanderer  in hoher Fahrt  durchquert zu werden.  Ansonsten ist hohe Obacht angesagt. Hier wird echt gerast.

Gänsejagd mit dem Motorboot

Gänsejagd mit dem Motorboot

Vielleicht erleben wir den Trebelsee wegen des Ketziner Fischerfestes im Ausnahmezustand. Aber Meinungen im Internet belegen, dass schnelles Fahren an der Tagesordnung ist.  Wir erleben, dass ein Motorboot mit vollem Speed auf die zahllosen auf dem See treibenden Graugänse zubrettert und die aufgeschreckten Vögel regelrecht jagt. Das Motorboot saust dem tief fliegendem Schwarm hinterher. Bereits gelandete Vögel werden erneut aufgescheucht.

Den Vögeln hinterher

Den Vögeln hinterher

Geschafft, die Gänse ziehen ab.

Geschafft, die Gänse ziehen ab.

2 Antworten auf: Trebelsee. Gänsejagd im Motorboot

  • oxygen

    da würde ich über Funk sofort die Wapo rufen , da dürften Die dann mal zu Recht aktiv werden

  • Christian

    Man muss die „Raserei“ auf dem Trebel wirklich nicht gut finden. Gerade ich als Segler nicht. Gleichwohl liegt im fraglichen Gebiet eine Wasserskistrecke ohne Geschwindigkeitsbeschränkungen. Generell ist die zulässige Höchstgeschwindigkeit in diesem Havelabschnitt 9 kmh, 100 m vom Ufer entfernt sind sogar 25 kmh zulässig. Sechs wären doch auch arg wenig. Letztlich muss man sagen: Leben und leben lassen. Vielleicht findet auch nicht jeder besonders toll, wenn große Bereiche einheimischer Gewässer (z.B. Ostufer der Müritz) als Naturschutzgebiet gesperrt sind.

    MfG

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