Im Hafen von Taipei

1974 reiste die Künstlerin Kathi Nick (bürgerlicher Name: Käthe Denicke) nach Taiwan. Im Koffer hatte sie einen Brief vom Regierenden Bürgermeister Berlins, Klaus Schütz, für Chang Feng-hsu, dem Bürgermeister von Taipeh, dabei. Kathi Nick hatte eine seltene Fähigkeit zur Perfektion entwickelt. Sie konnte alles, was ihr gesagt wurde, rückwärts sprechen. Das funktionierte auch mit Fremdsprachen. Bei ihren Auftritten lief ein Tonband mit. Jemand sprach etwas, sie sagte es rückwärts nach. Das Tonband nahm dies auf. Dann wurde es rückwärts laufend abgespielt und die Anwesenden konnten nun verstehen, was Kathi Nick gesagt hatte. Mit diesem Talent kam sie in Japan, Taiwan, Hongkong und Indien gut an. In Deutschland trat sie in diversen Fernsehshows auf. Wim Thoelke ließ sie im ‚Der große Preis‘ auftreten. Als Sprachkünstlerin mit Darbietungen, die selbst ein fernöstliches Publikum begeisterte, war sie eine Botschafterin der Stadt Berlin.

1974. Dschunken in Taiwan

1974. Dschunken in Taiwan

Im Hafen von Taipei

Im Hafen von Taipei

Käthe Denicke fotografierte gerne und hatte im Reisetross Leute dabei, die das ebenfalls taten. In ihrem fotografischen Nachlass sind viele Bilder aus fernen Ländern zu sehen. Dazu zählen Aufnahmen von Booten und Schiffen. Im Hafen von Taiwain bemerkte sie die Dschunken. Sie wirken auf den westlichen Betrachter sehr altertümlich und könnten aus einem frühen Jahrhundert stammen, wenn kein Motorantrieb und Autoreifen als Fender bemerkbar wären. James Clavell, der Autor der Taipan Romane, hätte sie zur Illustration seiner historischen China-Geschichten verwenden können. Die Dschunken waren aus Holz gebaut.

Kati Nick während eines fernöstlichen Auftritts in den 1970ern

Kati Nick während eines fernöstlichen Auftritts in den 1970ern

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