DMYV: Faxen Sie der Bundeskanzlerin!

Eine geplante Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) alarmiert den DMYV (Deutscher Motoryachtverband e.V.). Es werden der Verlust von Wasserflächen für den Wassersport und zusätzliche Kosten befürchtet. Der DMYV ruft alle Mitgliedsvereine und Wassersportler auf, sich dagegen zu äußern.  „Faxen Sie der Bundeskanzlerin!“, heißt es auf seiner Website.

Zusätzlich hat der DMYV eine Website mit Infos und Bewertungen zur WSV-Reform eingerichtet. Die Sachlage wird kurz umrissen. Im Zuge der Reform werden die Gewässer neu kategorisiert. Es gibt jene, die für die Berufsschiffahrt wichtig sind und weiterhin vom WSV betreut werden, und andere, die als Restgewässer oder ‚touristisches Netz‘ eingestuft werden. Dazu zählen landschaftlich reizvolle Reviere wie die Müritz und angrenzende Gewässer. Es ist absehbar, dass ihre Bewirtschaftung vom Bund an Private abgegeben wird. Dadurch könnten Umlagen zu Lasten der Wassersportler entstehen. Der DMYV nennt die Begriffe Maut, Vignette, Schleusengebühren. Näheres dazu steht auf der Website: stoppt-die-reform

Der DMYV und die angeschlossenen Landesverbände haben ein Fax vorbereitet, das die Leser ausdrucken, ausfüllen, unterschreiben und an das Kanzleramt senden sollen. Der DMYV möchte gerne wissen, wieviele Wassersportler mitmachen und hat gleich ein weiteres Anschreiben an sich selbst drangehängt, das für Verwirrung sorgen könnte. Demzufolge sollen beide Anschreiben mit Daten des Absenders und Unterschrift zuerst zum DMYV gefaxt oder postalisch geschickt werden. Andererseits steht auf dem Blatt für die Kanzlerin die Faxnummer des Bundeskanzleramts  (030-40002357) und dürfte viele dazu veranlassen, es selbst dorthin zu faxen. Wer das macht, sollte anschließend das Wort ‚Kopie‘ auf das Original schreiben und diese freundlicherweise zur Info an den DMYV faxen.

Wir zitieren den Wortlaut des vorbereiteten Faxes:

„…, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung plant eine Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV). Diese wird zu Lasten der Wassersportler gehen, die ihren Sport auf den Bundeswasserstraßen und den angrenzenden Gewässern ausüben.

Das System der deutschen Bundeswasserstraßen erfordert eine ganzheitliche Betrachtung und Betreuung in allen seinen Funktionen einschließlich der Wechselbeziehung zum europäischen Wasserwegenetz und zu den landeseigenen und örtlichen Gewässern. Die Ausrichtung der neuen WSV, (fast) ausschließlich nach Maßgabe der Belange der gewerblichen Schifffahrt, verkennt die Bedeutung des Infrastrukturnetzes der Wasserwege.

Es steht zu befürchten, dass die verminderte oder gar eingestellte Betreuung vieler reizvoller Wassersportreviere durch die WSV dazu führt, dass unzählige Investitionen in Sportboothafen- und Vereinsanlagen wirtschaftlich wie verkehrstechnisch entwertet werden, oder diese für den Wassersport gänzlich verloren gehen.

Eine Vergabe der Verwaltung an Dritte und damit zu befürchtende Umlegung der Kosten auf die Wassersportler ist kontraproduktiv zu der Bundestagsinitiative zur Förderung des Wassertourismus.   …“

Wer dem Aufruf des DMYV folgen möchte, findet das vorbereitete Fax hier.

www.stoppt-die-reform.de

www.stoppt-die-reform.de

 

Zu dem Thema hat sich ver.di mehrfach geäußert. Dort liegt der thematische Fokus auf einer möglichen Privatisierung der Wasser- und Schifffahrtsämter.  ver.di hat dafür die Seite WSV-Infos mit Links zu weiteren Berichten eingerichtet.

Eine Antwort auf: DMYV: Faxen Sie der Bundeskanzlerin!

  • Hallo,
    ich möchte nur folgendes sagen, in Polen Masurische Seeplatte kannst Du am Wasser fast alles mache was schön ist aber!!!! Wasser ist dem entsprechend … dafür bei uns zB. in Bayern egal wo Du segelst kannst Du sich in die Hosen schei… aber anhalten, am Boot übernachten, sonst etwas ALLEs verboten… ja so machen wir uns selber kaputt nur noch alles verbitten ist auch keine Lösung.

    Ahoj TADEusz

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