Befestigung der Winterplane

Stehen die Boote im Winter im Freien an Land, sind sie zum Schutz vor Witterungseinflüssen durch Winterplanen abgedeckt. Sie sollen auch Tiere daran zu hindern, es sich in den geschützten Räumen gemütlich zu machen.  Die Winterplanen müssen so über die Boote gelegt werden, dass Regen und Schnee herabfließen und keine Wassertaschen bilden. Deswegen sind Gestelle nötig, welche die Planen entsprechend formen. Relativ leicht geht dies beim Segelboot. Der über das Boot gelegte Mast bildet einen First von dem die gespannte Plane wie zwei Dachflächen herabfällt. Motorboote mit Kajüte sind diesbezüglich ungünstig gebaut. Daher konstruieren die Bootseigner entsprechende Zeltgestänge aus Holzlatten oder Rohren aus PVC und Metall.

Einfache und gute Lösung für ein kleines Motorboot

Einfache und gute Lösung für ein kleines Motorboot

Planen gibt es in unterschiedlicher Qualität. Früher wurden schwere LKW Planen verwendet, während inzwischen reißfeste, frostsichere ,wasserdichte und nicht schimmelnde Kunststoffgewebe (Polyethylen-Bändchengewebe) bevorzugt werden. Sie sind billig und wiegen nur ein Drittel so viel wie die herkömmliche LKW Plane. Wer auf einer Leiter stehend, eine große Abdeckplane über ein Boot legt, wird das erheblich geringere Gewicht zu schätzen wissen.

Liegt die Plane einmal über dem Boot, ist sie ordentlich zu befestigen. Sie muss es fünf Monate vor Herbststürmen, Niederschlag und umherfliegenden Laub schützen. Zu diesem Punkt gibt es verschiedene mehr oder weniger begründete Thesen, Ansichten, Meinungen und Gewohnheiten. Die Boote stehen auf Trailern oder Böcken. Einige Bootseigner meinen, dass die Winterplanen nicht daran zu befestigen sind, während andere diesbezüglich keine Bedenken haben. In der Praxis geht es oft gar nicht anders.

Taue um den Rumpf gewickelt

Taue um den Rumpf gewickelt.

Werden die Taue unmittelbar um den Schiffskörper gespannt, kann durch die monatelange Bewegung der großen Planen durch Wind abwechselnd in die eine oder andere Richtung Zug auf die Taue zu Stande kommen, wodurch sie am Rumpf scheuern. In Marinas ist es nicht gerne gesehen, dass die Bootseigner massive Heringe mit Ösen in den Boden schlagen. Zudem wäre dies auf betoniertem Untergrund gar nicht möglich.

Gewichte zum Spannen der Winterplane

Gewichte zum Spannen der Winterplane

Deswegen sind schwere Gegenstände, die um das Boot gestellt werden, hilfreich. An ihnen werden die Taue festgebunden. Das können stabile Kanister sein. Sie werden mit Wasser und Frostschutzmittel befüllt. Letzteres ist wichtig, denn anderenfalls gehen sie bei Frost durch die Ausdehnung des Eises kaputt. Alternativ werden die Kanister mit Sand befüllt. Sie sind leicht zu beschaffen und unattraktiv für Diebe, die während der Wintermonate unbeaufsichtigte Bootsstellplätze auskundschaften. Zudem lassen sie sich nach der Winterpause leicht entleeren und durch anschließendes geringes Gewicht mühelos transportieren, was bei massiven Gewichten aus Stein, Beton und Metall nicht der Fall ist.

Baumelndes Metallgewicht

Baumelndes Metallgewicht. Eine Versuchung für Metalldiebe

Von Metallgewichten ist abzuraten, weil sie attraktiv für Metallsammler sind, die gelegentlich Marinas plündern. Wer Kanister nicht mag, bohrt Dübellöcher in Backsteine und schraubt jeweils eine Öse hinein. Ein schwerer Holzbalken lässt sich in mehrere Stücke sägen, die ebenfalls mit einer Öse versehen oder durchbohrt werden.

2 Antworten auf: Befestigung der Winterplane

  • Malte

    Das bringen sie einem beim Sportbootführerschein nicht bei und vor dem ersten Winter ist die Aufregung groß. Dabei ist das alles recht einfach. Ein paar Euro kostet es dennoch. Gut, dass mal einer drüber schreibt. LG Malte

  • S. Behrwald

    Hallo, unser Kajütboot steht bereits unter seiner Haube. So richtig zufrieden bin ich nicht mit den losen Stangen, die wir über das Boot gelegt haben. Wir können keine sperrigen Sachen transportieren und zuhause lagern. Schreibt doch mal eine Anleitung zum Bau eines zerlegbaren Gerüsts!

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