Polnische Segelyacht auf dem Großen Vogelsand gestrandet

Eine polnische Segelyacht strandete auf dem berüchtigten Schiffsfriedhof Großer Vogelsand in der Außenelbe. Gegen 19.30 Uhr setzten die Polen über den internationalen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 einen „Mayday“-Ruf (unmittelbare Lebensgefahr) ab. Wenige Minuten später lief ihre etwa 15 Meter lange Holzyacht bei Nordwestwinden von fünf bis sechs Beaufort und ablaufend Wasser auf den Großen Vogelsand auf. Die Untiefe ist bereits vielen Schiffen zum Verhängnis geworden.
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Gischt bei der Sandbank Großer Vogelsand in der Elbmündung

Gischt bei der Sandbank Großer Vogelsand in der Elbmündung

Wikipedia – Autor Southgeist – Dirk Ingo Franke – Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license
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Die Seenotküstenfunkstelle Bremen Rescue Radio der DGzRS fing den Notruf der Polen ebenso auf wie der derzeit in Cuxhaven stationierte Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN. Während die Seenotretter bereits die Leinen loswarfen, alarmierte die Seenotleitung Bremen zusätzlich den Helgoländer SAR-Hubschrauber. Außerdem bat sie den in der Nähe fahrenden deutschen Fischkutter „Marie Louise“ um Unterstützung. Ein SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine barg die drei Menschen von Bord und flog sie nach Cuxhaven. Die Seenotleitung Bremen der ‚Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger‘ koordinierte die Einsätze.

Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN im Einsatz auf der Außenelbe (Archivfoto: DGzRS/Wolfgang Scholz)

Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN im Einsatz auf der Außenelbe

(Archivfoto: DGzRS/Wolfgang Scholz)

Gegen 20.05 Uhr erreichte der Fischkutter „Marie Louise“ als erstes Fahrzeug den Havaristen, konnte sich aufgrund des eigenen Tiefgangs aber nicht soweit nähern, dass sie hätte helfen können. Die Fischer bemühten sich, die Szenerie auszuleuchten. Eine Viertelstunde später traf der SAR-Hubschrauber ein, kurz darauf erreichte auch der Seenotkreuzer die Unglücksstelle.

DGzRS Archiv: HANS HACKMACK Übung Büsum

SAR-Rettungshubschrauber

(Foto: DGzRS Archiv: HANS HACKMACK Übung Büsum / von Oxly bearbeitet )

Die polnische Yacht lag mittlerweile mit ihrer Backbordseite auf dem Großen Vogelsand. Die dreiköpfige Besatzung hatte sich auf die Bordwand der Steuerbordseite geflüchtet. Die Besatzung des SAR-Hubschraubers begann unmittelbar damit, die Polen nacheinander mit der Seilwinde aufnehmen. Die VORMANN JANTZEN blieb in der Nähe in Bereitschaft.

Die Marineflieger brachten die Polen nach Cuxhaven. In der Nacht gelang dem Mehrzweckschiff „Mellum“ der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung die Bergung der Segelyacht. Das Tochterboot ‚Butscher‘ des Seenotkreuzers schleppte den Havaristen am frühen Morgen nach Cuxhaven.

Quelle: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) / Die Fotos sind nicht beim beschriebenen Einsatz entstanden.

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