Starker Wassereinbruch auf Segelyacht vor Rügen

Seenotretter bewahren Boot vor dem Sinken. Skipper kommt ins Krankenhaus: Durch ihr schnelles Eingreifen haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Mittwochabend, 11. September 2013, den Untergang einer polnischen Segelyacht vor Rügens Nordküste verhindert. Der allein segelnde Skipper, der mit seinem Boot in der Nähe des Kaps Arkona unterwegs war, kam ins Krankenhaus. Gegen 18 Uhr alarmierte der Pole über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 die Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS. Querab Arkona, gut fünf Seemeilen (etwa zehn Kilometer) von Glowe entfernt, meldete der Mann starken Wassereinbruch an Bord seines zwölf Meter langen Bootes.

Wassereinbruch

Wassereinbruch

Bild: Das Seenotrettungsboot KURT HOFFMANN/Station Glowe (r.) und das Tochterboot NOTARIUS des Seenotkreuzers HARRO KOEBKE/Station Sassnitz der DGzRS im gemeinsamen Einsatz für eine polnische Segelyacht mit starkem Wassereinbruch an Rügens Nordküste: Der Skipper hatte sich bereits darauf vorbereitet, in ein kleines Schlauchboot zu steigen, um sein sinkendes Schiff zu verlassen. (Foto: DGzRS/Die Seenotretter)

Die SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierte umgehend die Freiwilligen-Station Glowe der DGzRS. Das dortige Seenotrettungsboot KURT HOFFMANN traf kurz nach dem Fahrgastschiff „Alexander“ am Unglücksort ein, das zunächst seine Fahrt unterbrochen hatte, um notfalls eingreifen zu können. Das im Revier fahrende Einsatzschiff „Neustrelitz“ der Bundespolizei stoppte ebenfalls auf und traf zeitgleich mit den Seenotrettern ein.

Die Freiwilligen-Besatzung der KURT HOFFMANN setzte ihre leistungsstarke Lenzpumpe ein. Das Tochterboot NOTARIUS des Seenotkreuzers HARRO KOEBKE/Station Sassnitz, der kurz darauf ebenfalls die Unglücksstelle erreicht hatte, unterstützte die Kollegen. „Die Yacht war schon mehr als zur Hälfte vollgelaufen. Eine Viertelstunde vielleicht noch, dann wäre sie gesunken“, schildert Gerd Hasselberg, Vormann der KURT HOFFMANN, die Situation an Bord des Havaristen.

Eine freiwillige Seenotretterin aus seiner Besatzung, selbst ausgebildete Krankenschwester, stieg auf die Yacht über und betreute den Skipper, der über starke gesundheitliche Beschwerden klagte. Die Seenotretter entschieden, den Mann schnellstmöglich an Land zu bringen. Die HARRO KOEBKE forderte über die Landrettungsleitstelle einen Rettungswagen nach Glowe an. Weil beide kleineren Fahrzeuge der DGzRS mit ihren Pumpen im Einsatz gebunden waren, baten die Seenotretter die „Neustrelitz“, den Skipper mit ihrem kleinen Festrumpfschlauchboot an Land zu bringen. In Glowe übernahm der Landrettungsdienst die weitere Versorgung des Mannes.

Unterdessen nahm die KURT HOFFMANN die Segelyacht in Schlepp, während die Pumpen der NOTARIUS weiterhin ununterbrochen liefen. Während der Schleppreise nach Glowe gelang es den Seenotrettern, den Wassereinbruch zu stoppen und die Yacht leer zu pumpen. Sie brachten das Boot sicher in den kleinen Hafen, den die Freiwillige Feuerwehr bei einsetzender Dunkelheit bereits ausgeleuchtet hatte. Zur Unfallzeit herrschten im Revier an Rügens Nordküste östliche Winde um vier Beaufort (bis 28 km/h Windgeschwindigkeit).

Quelle:  Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)  /  12. 9. 2013

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