Oxly Boote

Teupitzer See

2011 @ Ludger Wimberg

Tief im Westen liegt im Osten der Teupitzer See. Die südliche Brandenburger Seenkette bildet hier ihre Sackgasse. Weiter geht es nicht Richtung Westen, nur noch zurück. Bei Kilometer 18, gezählt von der Prieros Brücke ist Schluss. Der Teupitzer Campingplatz mit seinen umfangreichen Anlegemöglichkeiten bildet hier den Abschluss. Schon vor Jahren sollten hier die Bootsstege erneuert werden. Einige Bootsbesitzer legten selbst Hand an, doch trieb das Wintereis die Dalben wieder hoch, die Stege verbogen sich bis sie brachen. Die kleinen Stege verfallen heute zusehends. Der große Gast-Anlegesteg nicht.


Die Teupitz am Schloss Teupitz


Hauptanleger Campingplatz: Hier ist die Welt noch in Ordnung

Es ist ein Anlaufpunkt. Ein kleiner Kiosk bietet Getränke und eine sandige Badestelle lädt zum Schwimmen ein. Gegenüber liegt das Egsdorfer Horst, eine richtige Insel. Bunte Wochenendhäuser, motorangetriebene Ruderboote und der zum Teil rotweiße Anstrich der Holzwände der Inselhäuschen vermitteln hier den Eindruck von Südschweden. Ganz nah und doch so weit weg.


Gleitphase, erlaubte 25km/h

Dieser letzte Zipfel der Seenkette hat es in sich. Für Motorboote gilt ab dem Schmöldesee als Höchstgeschwindigtkeit 25 km in der Stunde. Endlich kann man den behäbigen Verdrängern mal davonfahren. Die zusammenhängenden Seen bieten eine 16km lange Strecke, die zur flotten genussvollen Gleitphase einlädt. In dieser Länge ist das nur noch möglich auf der Elbe und Oder.

Unterbrochen von drei kanalartigen Durchfahrten liegen auf dieser Motorbootstrecke noch der Hölzerner See, Kleiner Köriser See, Kleiner Moddersee, Schulzensee, Zemminsee und der Schweriner See bis man schließlich am Schweriner Horst in den Teupitzer See gleitet.


Holländische Gäste


Teupitz, eine Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald, hat eine bewegte und nicht immer glückliche Geschichte hinter sich. Das Teupitzer Schloss, erstmals 1300 als slawische Burg ‘Tupcz’ erwähnt, war zeitweise eine stattliche Wasserburg auf einer Halbinsel. Im Dreißigjährigen Krieg gab es auch hier Zerstörungen. Im frühen 20. Jahrhundert wurde Schloss Teupitz zu einem beliebten Ausflugsziel der Hauptstadt Berlin. Gegenwärtig befindet es sich im Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden. Verendet es als Spekulationobjekt – geschlossen, überwachsen und dem Verfall überlassen? Der Fremdenverkehrsverein ‘Schenkenländchen’ würde es gerne wieder zu einem attraktiven Ausflugsziel entwickeln.


Revier Teupitzer See

Das Teupitzer Schloss erhob sich einmal auf einem Grundriss von ca. 29 m x 21 m drei Stockwerke hoch mit zwei Giebeln – vergleichbar dem auf Umbauten der Schenken zurückgehenden Schloss in Königs Wusterhausen. Fast 400 Jahre dominierte das Wappen dieses Adelsgeschlechts im südlichen Teil Brandenburgs, ein silberner Schild mit einem aufrechten schwarzen, gekrönten Löwen.

Auf königliche Order wurde das Schloss 1788-1791 wegen Baufälligkeit fast vollständig abgerissen. Nur die Hälfte des untersten Stockwerkes wurde beibehalten und für den Amtmann als schlichtes eingeschossiges Gutshaus mit Mansardendach umgebaut. Erhalten sind von dem einst stolzen Schenkenschloss heute allein Reste der starken Schlossmauer und des stadtseitigen Wachturms.

1930-1934 wurde es Hotel und Restaurant ‚Schloss am Teupitzsee’. Nach der 1927 gesetzlich verfügten Auflösung der Rittergüter eröffnete ein Paul Hamburger nach umfangreichen Umbauten sein Hotel, das in kurzer Zeit zu einer gefragten Adresse wurde. Er verkaufte das Hotel an den Berliner Brauer Georg Ziebarth. Als Naziaktivist machte dieser es zu einem Treffpunkt der NSDAP, trotzdem ging er 1934 in Konkurs. 1945-1956 Wohnsitz für Umsiedler, öffentliches Kulturzentrum, Konferenzstätte, Kinderferienlager und Ferienheim eines Berliner Außenhandelsbetriebes. 1956-1989 Betriebsferienheim für Mitarbeiter des Zentralkomitees (ZK) und Parteiveteranen der SED, mit 20 Zimmern in einfacher Ausstattung. 1984-1986 durchgehende Modernisierung und Erweiterung auf 60 Zimmer. 1973/74 Aufnahme und Betreuung chilenischer Emigrantenfamilien nach dem Militärputsch Pinochets. Am 27. Juli 2005 wurde das Objekt zwangsversteigert und von dem neuen Eigentümer geschlossen.


Schloss Teupitz oder besser, die Reste von Schloss Teupitz

Der Hafen Teuptiz bietet alles, was das Schloss Teupitz oder sagen wir besser die Reste von dem Schloss nicht mehr bieten können. Ein Anleger-freundliches Ambiente, ein Café mit erstklassigem Kuchen und eine kleines Restaurant mit schnellem Essen mit Selbstabholung am Tresen, preisgünstig und gut. Das Bier ist kühl, der Blick geht über den Hafen mit seinen vielen Leihmotorbooten (Imchen 1-14) rüber zur Anlegestelle des Passagierschiffes, das regelmäßig und gut besucht diese Seen befährt.


Anfahrt zum Hafen Teupitz

Der Hafen Teuptiz bietet alles, was das Schloss Teupitz oder sagen wir besser die Reste von dem Schloss nicht mehr bieten können. Ein Anleger-freundliches Ambiente, ein Café mit erstklassigem Kuchen und eine kleines Restaurant mit schnellem Essen mit Selbstabholung am Tresen, preisgünstig und gut. Das Bier ist kühl, der Blick geht über den Hafen mit seinen vielen Leihmotorbooten (Imchen 1-14) rüber zur Anlegestelle des Passagierschiffes, das regelmäßig und gut besucht diese Seen befährt.



Sitzen, gucken, schlemmern


Eine der besten Erfindungen im Seenland und überall - " Die gelbe Welle"


Man gönnt sich ja sonst nichts - Wohnen am Rand